Wir über uns:

Der Klub Deutsch Kurzhaar Saar e. V., engagiert sich seit nun mehr als 50 Jahren mit der Förderung der Zucht, Haltung und Führung des kurzhaarigen deutschen Vorstehhundes Deutsch - Kurzhaar (DK)

Eine umfassende Darstellung über die Historie des Kurzhaar - Geschehens an der Saar finden Sie in der Jubiläumsschrift zum 30 jährigen Bestehen des Klubs.

DKSaar30jahre

Deutsch-Kurzhaar vor 120 Jahren

aus "Der Jagdhund" von Franz Krichler

7. Auflage 1894

1. Die deutschen Vorstehhunde

Es gibt drei Hauptformen der deutschen Vorsteh- oder Hühnerhunde: den kurz- oder glatthaarigen, den langhaarigen und den stichelhaarigen.

Bezüglich des kurzhaarigen deutschen Vorstehhundes gingen scheinbar eine Zeitlang die Ansichten der Jäger auseinander. Es war das aber wie gesagt nur scheinbar, denn tatsächlich sind sich alle über das Aussehen unseres kurzhaarigen deutschen Vorstehhundes einig und die einen wie die anderen prämiieren auf ihren Ausstellungen fast genau dieselben Hunde resp. Typen, wobei es natürlich je nach der persönlichen Liebhaberei des einen oder anderen Preisrichters vorkommen mag, daß ab und zu ein Hund auf der einen Ausstellung einen hohen Preis erhält und auf der anderen kaum beachtet wird.

Wir wollen zunächst die offiziell festgestellten Rassekennzeichen der drei deutschen Vorstehhundformen anführen, und dann bez. der Züchtung einige Winke für den jungen Züchter geben.

A. Der kurzhaarige deutsche Vorstehhund

1) Allgemeine Erscheinung.

Mittelgröße (etwa 60-66 cm Stockmaß), Hündin etwas niedriger, Figur kräftig, aber keineswegs plump gebaut; die einzelnen Teile der vorderen und hinteren Gliedmaßen in regelmäßigen Verhältnissen zu einander und zum Rumpfe stehend; im ruhigen Gange werden Hals und Kopf mäßig aufgerichtet, die Rute meistens schräg hoch, während der Suche mehr horizontal getragen. Gesichtsausdruck intelligent, in der Ruhe ernst bei Anregung mit menschenfreundlichem Ausdruck.

2) Kopf.

Mittelgroß, nicht zu schwer. Oberkopf breit, leicht gewölbt, von der Seite gesehen mit der höchsten Partie der Wölbung in der Mitte, Hinterhauptbein nur leicht ausgebildet. Nasenbein (Nasenrücken) breit, vor den Augen nicht verschmälert, Absatz vor der Stirn allmählich aufsteigend, nicht plötzlich ausgeschnitten. Fang (Schnauzenteil des Kopfes) vorn und in der Seitenansicht breit und abgestumpft, Lippen gut überfallend, im Mundwinkel eine ausgesprochene Falte bildend.

3) Behang.

Mittellang, oben nicht zu breit, unten stumpf abgerundet, hoch und in voller Breit angesetzt, nicht zu weit über den Hinterkopf hinausragend und möglichst ohne jede Drehung glatt und dicht am Kopf herabhängend.

4) Auge.

Leicht oval, mittelgroß, klar, weder vorspringend noch tiefliegend, Augenlider ringsum gut schließend; braun, je nach Haarfarbe heller oder dunkler, niemals raubvogelgelb gefärbt.

5) Nase.

Je nach der Farbe des Hundes mehr oder weniger tief braun, gut geöffnet, mit kräftiger Entwicklung der Muskeln. Doppelnase unzulässig.

6) Hals.

Mittellang, kräftig, im Nacken leicht gebogen, nach unten sich allmählich zur vollen Brustweite ausdehnend. Kehlhaut geschlossen anliegend.

7) Brust und Brustkorb.

Brust, von vorn gesehen, dem Körper angemessen breit, von der Seite gesehen, tief; die den Brustkorb bildenden Rippen gut gewölbt, niemals flach.

8) Rücken, Lende, Kruppe.

Der Rücken breit und grade, die Lende (Nierenpartie) breit und kurz, sowohl Rücken als Lendenpartie möglichst kräftig bemuskelt, Kruppe nicht zu kurz, nur wenig abfallend.

9) Bauch und Flanken.

Bauch gut geschlossen, namentlich in den Flanken, nach hinten mäßig aufgezogen.

10) Rute.

Mittellang, grade oder sehr schwach gekrümmt, an der Wurzel stark, allmählich sich verjüngend, ohne in eine zu dünne Spitze auszulaufen. Unten stärker und gröber behaart, ohne eine Bürste zu bilden. Mäßiges Kupieren der Rute gestattet.

11) Vordere Gliedmaßen.

Schultern schräg gestellt, Ellenbogen weder ein- noch auswärts gedreht. Lauf (Vorarm und Vorder- Mittelfuß-Knochen) grade und kräftig muskulös entwickelt; in der Vorderfußwurzel (Vorderknie) nicht durchgebogen. Zehen gut gewölbt und geschlossen, nicht gespreizt. Fuß, von vorn gesehen, rund, Ballen groß und derb. Die Nägel gut gekrümmt.

12) Hintere Gliedmaßen.

Kruppe, Oberschenkel (Keulen) und Unterschenkel muskulös; Unterschenkel zum Sprunggelenk (Fußwurzel) weder zu steil, noch windhundartig schräg gestellt. Hinter- Mittelfuß nicht zu schräg, sondern fast grade unter die Sprunggelenke gestellt. Von hinten gesehen sollen die Sprunggelenke weder nach außen noch nach innen gedreht erscheinen.

13) Behaarung.

Haar derb und dicht, am Behang kürzer und weicher, an der Unterseite der Rute und am Bauche gröber, jedoch nicht auffällig verlängert.

14) Farbe und Abzeichen.

Erlaubte Farben sind die Schattierungen von reinem braun und diese in Verbindung mit weiß; zweierlei braun an einem Hunde nicht erwünscht.

15) Als fehlerhaft gelten:

Zu plumpes, schwerfälliges oder überbautes Gebäude, Senkrücken, übermäßig großer Kopf,konisch gebildeter Hinterkopf, zu stark ausgebildetes Hinterhauptbein, allzulange, faltige fleischige Behänge, fleischfarbene Nase, unvollkommener Schluß der Augenlider (sogenannte erweiterte Tränensäcke), krumme Vorderläufe, auswärts gedrehte oder angedrückte Ellenbogen, auswärts gestellte Füße, Plattfüße oder weit gespreizte Zehen. Das übermäßige Kupieren der Rute ist verwerflich, weil dadurch die Beurteilung des Hundes unmöglich wird. Als zweckmäßig kann gelten, wenn im ausgewachsenen Zustande des Hundes die Rute 8-9 cm oberhalb des Sprunggelenkes ihr Ende erreicht. Als fehlerhafte Farben müssen gelten rot, gelb, gestromt und wolfsfarbig, braun mit gelben oder hellbraunen Abzeichen, dreifarbig und reinweiß. Afterklauen sind nicht erwünscht.

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